
April 1, 2025
Du wachst auf, checkst dein Handy und dein Lieblingsprof ruft per Rundmail einen „vorlesungsfreien April“ aus. Dein Herz macht kurz einen Freudensalto. Dann liest du das Datum. Na klar. April, April.
Ob Studi oder nicht – an diesem einen Tag im Jahr sind alle gleich: potenzielle Opfer von schlechten Scherzen. Warum sind wir so kollektiv okay damit? Und die Fragen aller Fragen: Woher kommt der 1. April eigentlich?
Die Antwort: Man weiß es nicht so genau. Eine weit verbreitete Geschichte führt uns ins Frankreich des 16. Jahrhunderts. Dort wurde im Jahr 1564 der Kalender reformiert: Der Jahresbeginn wurde vom 1. April auf den 1. Januar verlegt. Klingt harmlos – aber damals bedeutete das: Wer den Kalenderwechsel nicht mitbekam und Neujahr weiterhin im April feierte, wurde verspottet. Vielleicht waren das die ersten „Aprilsnarren“.
Eine andere Theorie verweist auf alte römische Frühlingsfeste wie „Hilaria“ – ein Tag voller Verkleidungen und Lachen, an dem man sich gegenseitig ein bisschen hinters Licht führen durfte. Auch im indischen Frühlingsfest Holi geht’s bunt und ausgelassen zu – inklusive Streichen. Vielleicht liegt der Ursprung also im uralten Wunsch, den Frühling mit Humor zu begrüßen?
Ganz genau wissen werden wir es wahrscheinlich nie. Aber was wir genau wissen ist, dass der 1. April überall etwas anders aussieht.
In Frankreich zum Beispiel ist es der „Poisson d’avril“ – der „Aprilfisch“. Kinder (und nicht selten auch Erwachsene) versuchen, sich heimlich einen ausgeschnittenen Papierfisch auf den Rücken zu kleben. Wer’s nicht merkt, ist der Fisch. Wer’s merkt, darf lachen. Und wer den Fisch am längsten unentdeckt trägt – tja, der hat gewonnen.
In England wird am 1. April nur bis mittags gescherzt. Danach gilt: Wer dann noch reinfällt, ist selbst schuld.
In Spanien hingegen findet der Tag der Streiche am 28. Dezember statt – am „Tag der unschuldigen Kinder“, ähnlich wie unser Aprilscherz-Tag, aber mit ganz anderem Hintergrund.
Der 1. April ist der eine Tag im Jahr, an dem man offiziell dumme Ideen haben darf, ohne gleich einen Vortrag darüber halten zu müssen. Und mal ehrlich: Gerade zum Ende der Klausurenphase und zu Beginn des neuen Semesters ist so ein bisschen Humor eine gute Abwechslung zum sonstigen Uni-Alltag.
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